Verantwortung für Wasser

Hessenwasser sorgt für den Ausgleich zwischen Wasserdargebot und Trinkwasserbedarf − jeder Einzelne von uns für die sorgsame Nutzung unseres Wassers.

Sorgsame Nutzung - Wasserbewusster Verbrauch

In den 1970er-Jahren wiesen Prognosen einen ständig steigenden Trinkwasserbedarf aus. Sie waren Grundlage für die Planungen zum Ausbau der Infrastruktur unserer Wasserversorgung. 1977 betrug der rechnerische Pro-Kopf-Verbrauch für den Sektor Haushalte und Kleingewerbe in Südhessen 164 Liter/(Einwohner und Tag).

Trinkwasser sorgsam zu nutzen ist ein wichtiger Aspekt im bewussten Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen: Anfang der 90er-Jahre setzte ein Umdenken ein. Es wurden vielfältige Maßnahmen ergriffen, durch die ein Rückgang des Wasserbedarfs in den privaten Haushalten, vor allem aber bei der Industrie zu verzeichnen war. Wassersparende Techniken und Haushaltsgeräte, eine Änderung des Verbraucherverhaltens und nicht zuletzt eine verbesserte Rohrnetzpflege – im Zeitraum von 1990 bis 2011 ist die Wasserabgabe der öffentlichen Wasserversorgung an Verbraucher in Deutschland insgesamt um rund 25 Prozent zurückgegangen, so auch im Rhein-Main-Gebiet. Waren es 1987 noch 145 Liter/Einwohner und Tag, liegt der private Pro-Kopf-Bedarf in Hessen heute bei etwa 121* Liter/Tag (* Statistisches Landesamt Hessen, 2010).

Mittlerweile weisen jedoch kritische Stimmen darauf hin, dass die Grenzen sinnvollen »Wassersparens« erreicht sind. Scheinbare wirtschaftliche Vorteile durch einen geringeren Wassergebrauch verursachen in Deutschland tatsächlich höhere Kosten: Um hygienische Probleme durch Stagnation zu vermeiden, müssen Leitungen systematisch gespült werden, durch die zu wenig Frischwasser fließt.

Beim sorgsamen Gebrauch von Wasser müssen wir heute weniger auf die Menge achten als vielmehr auf seine Erwärmung. Zum Aufheizen von Wasser wird viel Energie verbraucht. 

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Impulse:
UMWELTBEWUSST HANDELN

Die Wassernutzung im Haushalt ist nur ein geringer Teil unseres Wasserbedarfs.

Virtuelles Wasser

»Virtuelles Wasser« beschreibt, welche Menge Wasser für die Herstellung eines Produktes oder eine Dienstleistung enthalten ist.

Ein Beispiel sind Agrarprodukte wie die spanischen Erdbeeren, die es bei uns das ganze Jahr zu kaufen gibt. Sie brauchen viel Wasser,  das in einigen Anbauregionen nicht ausreichend verfügbar ist. Durch unser Konsumverhalten haben wir Einfluss gegen die schädliche Übernutzung unserer Wasserressourcen weltweit.

Sie hinterlassen mit jedem Einkauf Ihren »persönlichen Wasserfußabdruck«. Handeln Sie bewusst!