19.03.2026
Neue Zahlen zum Weltwassertag
So viel Trinkwasser liefert Hessenwasser für die Rhein-Main-Region
Anlässlich des Weltwassertags am 22. März zieht Hessenwasser eine Bilanz zur Trinkwasserversorgung der Rhein-Main-Region im Jahr 2025. Demnach hat das Unternehmen im vergangenen Jahr rund 110,6 Millionen Kubikmeter Trinkwasser an kommunale Versorgungsunternehmen und Direktkunden geliefert. Damit leistet Hessenwasser einen zentralen Beitrag zur Versorgung von rund 2,4 Millionen Menschen in der Metropolregion Rhein-Main.
Für die Gewinnung betreibt Hessenwasser ein komplexes System aus 21 Wasserwerken und zahlreichen Förderanlagen, die Grund- und Quellwasser aus verschiedenen Gewinnungsgebieten aufbereiten. Über ein rund 350 Kilometer langes regionales Leitungsnetz wird das Trinkwasser bereitgestellt; zusätzlich wird Trinkwasser von Vorlieferanten bezogen.
Elisabeth Jreisat, Geschäftsführerin von Hessenwasser: “Das warme hydrologische Jahr 2025* hat erneut verdeutlicht, wie wichtig der nachhaltige Schutz unserer Wasserressourcen und eine leistungsfähige Infrastruktur sind. Nach einem sehr trockenen Frühjahr bis in die hessischen Schulferien hinein gab es einen feuchten Sommer und einen unterdurchschnittlichen Herbst bezüglich der Niederschlagsmengen. Klimatische Veränderungen und steigende Anforderungen an die Wassernutzung erfordern vorausschauendes Handeln und klare Rahmenbedingungen. Unser Ziel bleibt eine sichere, hochwertige und verlässliche Trinkwasserversorgung – heute und für kommende Generationen.”
Der Sommer 2025 war in Hessen deutlich wärmer als im langjährigen Durchschnitt. Laut Deutschem Wetterdienst lag die mittlere Sommertemperatur bei 18,4 °C und damit klar über dem Referenzwert von 16,2 °C – einer der zehn wärmsten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Während nur der Juli nennenswerte Niederschläge brachte, prägten im Juni und August teils wochenlange Trockenphasen das Wettergeschehen. Am 2. Juli stiegen die Temperaturen im Rhein-Main-Gebiet und in der Wetterau auf über 38 °C. An diesem Tag verzeichnete Hessenwasser mit 410.257 Kubikmetern verkauftem Wasser die höchste Nachfrage. Schon fast traditionell war der erste Weihnachtsfeiertag der Tag mit dem niedrigsten Wasserabsatz (249.476 Kubikmeter Wasser).
Das Trinkwasser für die Region stammt aus unterschiedlichen Gewinnungsgebieten. Ein wichtiger Anteil kommt aus dem Hessischen Ried, einem der bedeutendsten Grundwassergebiete Hessens. Dort wird das Grundwasser zusätzlich durch Infiltration gestützt: Aufbereitetes Rhein-Wasser wird vom Wasserverband Hessisches Ried im Boden versickert, um die Grundwasserressourcen langfristig zu stabilisieren. Weitere Mengen stammen aus den Mittelgebirgsregionen Vogelsberg, Spessart und Kinzigtal. Die dritte wichtige Säule sind ortsnahe Wassergewinnungen in Wiesbaden, Darmstadt und im Großraum Frankfurt. Auch im Frankfurter Stadtwald wird das Grundwasser seit Jahrzehnten von Hessenwasser durch die gezielte Versickerung von aufbereitetem Flusswasser (Main) unterstützt. Diese regionale Vielfalt der Wasserressourcen trägt dazu bei, die Versorgung langfristig stabil und ausgewogen zu gestalten.
* hydrologisches Jahr 2025 = November 2024 bis Oktober 2025