01.04.2026
Mehr Versorgungssicherheit, weniger Energieeinsatz: Neue Transportleitung für Wiesbaden
Hessenwasser investiert weiter in eine sichere und nachhaltige Trinkwasserversorgung in der Region Wiesbaden. Mit dem Bau einer neuen Transportleitung zum Wasserbehälter Carl-von-Linde wird die Infrastruktur gezielt modernisiert und zukunftsfähig aufgestellt.
Teil des Projekts ist zudem eine Druckerhöhungsanlage, die derzeit am Kreisel im Europaviertel entlang der Trasse errichtet wird. Sie stellt sicher, dass der Wasserbehälter Carl-von-Linde optimal bewirtschaftet werden kann und so für den Versorgungsbereich der Innenstadt jederzeit ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht.
Die rund 2,4 Kilometer lange Trinkwassertransportleitung (DN 500) wird seit Anfang 2023 zwischen der Schiersteiner Straße und der Flachstraße verlegt. Sie ermöglicht, den Wasserbehälter Carl-von-Linde mit einem zweiten Behälter innerhalb derselben Höhenzone direkt zu verbinden und bietet künftig eine flexiblere Steuerung sowie eine höhere Betriebssicherheit. Darüber hinaus kann nach Inbetriebnahme der neuen Transportleitung die bestehende Leitungsverbindung vom Wasserwerk Schierstein zum Wasserbehälter Carl-von-Linde saniert werden. Sie steht anschließend zusätzlich zur neuen Leitung als zweite, unabhängige Verbindung zur Verfügung. Damit steigern wir die Resilienz unseres Systems.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil liegt in der Energieeffizienz: Aktuell wird das Trinkwasser vom Wasserwerk Schierstein mit einem Druck von bis zu 14 bar zum innerstädtischen Wasserbehälter Carl-von-Linde transportiert – ein energieintensiver Prozess. Durch die neue Direktverbindung kann das Wasser künftig deutlich effizienter gefördert werden. Insgesamt lassen sich so rund
1 Million Kilowattstunden elektrische Energie pro Jahr einsparen. Das entspricht dem Stromverbrauch von mehreren hundert Haushalten und leistet einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz.
Meilenstein in den Osterferien
In den Osterferien werden die Vorbereitungen getroffen, um später die neue Leitung an die bestehende Hauptleitung in der Schiersteiner Straße anschließen zu können. Der Zeitpunkt wurde bewusst gewählt, um zum einen die Auswirkungen auf den Verkehr so gering wie möglich zu halten, zum anderen, um die Transportleitung außerhalb von Spitzenzeiten im Trinkwasserbedarf außer Betrieb nehmen zu können.
Der endgültige Anschluss der neuen Leitung an das Verbundleitungssystem erfolgt dann in den Sommerferien 2026 in einem zweiten Bauabschnitt. Dabei wird die Leitung im Bereich der Schiersteiner Straße die stadtauswärts führenden Fahrspuren von der Verkehrsinsel bis zur Waldstraße unterqueren.
Die Leitungsverlegearbeiten sind voraussichtlich gegen Ende des Jahres 2026 abgeschlossen.