Wasser und Energie - Bei Hessenwasser spielt energieeffizienz eine große Rolle

Dr. Hubert Schreiber


Der internationale Tag des Wassers, mit dem die Vereinten Nationen seit 1993 auf die Bedeutung des Wassers für die Menschheit aufmerksam machen, steht in diesem Jahr unter dem Motto “Wasser und Energie“. Die Zusammenhänge zwischen Wasser und Energie sind vielfältig. Wasser spielt eine wichtige Rolle bei der unmittelbaren Energiegewinnung und bei vielen Prozessen der Elektrizitätserzeugung.

Viele dieser Prozesse bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Gewässer. Der Energiebedarf wiederum spielt eine wesentliche Rolle bei der Aufbereitung und Verteilung von Wasser für die Wasserversorgung oder der Bewässerung in der Landwirtschaft. Die umweltfreundliche Nutzung von Ressourcen ist in der Wasserwirtschaft seit jeher ein Kernthema. Der Aspekt der klimafreundlichen Energienutzung gewinnt in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. Neben den ökologischen Gründen sind bei steigenden Energiepreisen auch ganz klar ökonomische Aspekte ein Anlass dafür, sich mit dem Thema Energieeffizienz auseinanderzusetzen.

Hessenwasser hat bereits in 2010 ein Energieeffizienzprojekt aufgesetzt, was 2011 in die Einführung eines TÜV-zertifizierten Energiemanagementsystems (EnMS) mündete. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Systems ist die Einführung einer Selbstverpflichtung in Form verbindlicher Energieziele, deren Einhaltung regelmäßig durch externe Gutachter überprüft wird. Heiko Imber, Energiemanager bei Hessenwasser, erläutert das Prinzip eines EnMS gemäß ISO 50001: „Diese Norm macht Vorgaben, wie mit dem Thema Energiesparen effektiv, nachhaltig und nachvollziehbar umgegangen werden kann.“

Seit Einführung des Energieeffizienzprojekts wurde bei Hessenwasser eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, die den Bedarf an Primärenergie senken. Vor allem durch die Optimierung und die Modernisierung von Netz- und Brunnenpumpen wurde der Energiebedarf um über 1 Million Kilowattstunden pro Jahr gesenkt. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von rund 700 Singlehaushalten. Bislang wurden rund 1,9 Millionen Euro in die energetische Optimierung der Anlagen investiert.