Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht Studie zu Radioaktivität im Trinkwasser

Trinkwasser der Hessenwasser entspricht den Anforderungen des aktuellen Entwurfs der neuen Trinkwasserverordnung.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), eine Fachbehörde des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, hat jetzt die Ergebnisse einer Studie zur Radioaktivität im Trinkwasser vorgestellt. Ziel dieser Studie war es, die Gehalte natürlicher radioaktiver Elemente von Roh- und Trinkwasser im Bundesgebiet zu erfassen, um daraus die Strahlenexposition für die Bevölkerung über den Trinkwasserpfad zu berechnen. Die BfS-Studie basiert auf Roh- und Trinkwasserproben von 564 Wasserversorgungsanlagen, die über die jeweiligen Landesbehörden und von Wasserversorgern dem BfS zur Verfügung gestellt wurden.

Auch bei verschiedenen Gewinnungsanlagen der Hessenwasser wurden für diese Studie Proben entnommen. Die Teilnehmer wurden jeweils über die Messergebnisse ihrer Anlagen informiert.

Die Ergebnisse der Proben aus Anlagen der Hessenwasser entsprechen den Anforderungen des aktuellen Entwurfs der neuen Trinkwasserverordnung.

Zur Bedeutung des Trinkwassers als Quelle für natürliche Radioaktivität stellt das Bundesamt für Strahlenschutz fest, dass der Trinkwasserpfad deutlich unterhalb der natürlichen Strahlenexposition durch Nahrungsmittel, kosmische und terrestrische Strahlung liegt. Trinkwasser trägt insgesamt nur geringfügig zur gesamten mittleren jährlichen Strahlungsexposition bei.

Und: Wer viel fliegt, setzt sich ebenfalls auf Grund der Höhe einer höheren (kosmischen) Strahlung aus. Die Strahlungsdosis auf einem Transatlantikflug entspricht etwa 5% der natürlichen Hintergrundstrahlung pro Jahr in Deutschland

Hintergrund:

Anlass für die Beauftragung der Studie war die Anfrage der EU-Kommission an die Mitgliedsstaaten, die in ihrem Land zurzeit genutzten Verfahren zur Bestimmung der Radioaktivität im Trinkwasser (Kontrollhäufigkeit, -methode, relevante Überwachungsstandorte) mitzuteilen, um eine einheitliche Umsetzung in der Europäischen Union festlegen zu können. Der Parameter Radioaktivität wurde im Jahr 1998 erstmals in der EG-Trinkwasserrichtlinie und 2001 in die deutsche Trinkwasserverordnung aufgenommen. Derzeit wird die Trinkwasserverordnung überarbeitet. Der aktuelle Entwurf enthält unter anderem auch eine umfassende Neuregelung des Parameters Radioaktivität.