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Der Grundwasserschutz bleibt bei der Regionalplanung außen vor

Wasserversorger schlagen Alarm

(30.08.2007) Der vom Regierungspräsidium Darmstadt bzw. dem Planungsverband Ballungsraum Frankfurt / Rhein-Main aufgestellte Entwurf des Regionalplans Südhessen und des regionalen Flächennutzungsplans (RegFNP) stößt auch bei der öffentlichen Wasserversorgung auf herbe Kritik. In einer Stellungnahme hat sich u. a. die Arbeitsgemeinschaft Wasserversorgung Rhein-Main (WRM) sowie die Arbeitsgruppe der Wasserwerke im hessischen Ried, denen mit Hessenwasser auch der größte regionale Wasserversorger im Rhein-Main-Gebiet angehört, deutlich gegen den derzeitigen Planungsstand ausgesprochen. Kernpunkt der Kritik ist, dass gegenüber bisherigen Regelungen der vorrangige Schutz des Grundwassers als wichtigste Ressource für die Trinkwasser-gewinnung künftig zu Gunsten anderer Nutzungen aufgegeben werde. Wörtlich heißt es in einem fachlichen Gutachten zum vorliegenden Planungsentwurf das im Auftrag der Wasserversorger erstellt wurde: “Offensichtlich wird die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung des Rhein-Main-Gebiets als so selbstverständlich angesehen, dass die Trinkwassergewinnung aus Grundwasser unter regional-planerischen Aspekten als nicht mehr relevant erscheint“.

 Während in dem derzeit noch gültigen Regionalplan die Wasser-versorgung unter anderem in Gebieten mit hoher „Verschmutzungs-empfindlichkeit des Grundwasser und hoher Grundwasser-ergiebigkeit“ sowie in den “Einzugsgebieten bestehender Trink-wassergewinnungsanlagen“ eindeutig einen Vorrang gegenüber anderen Nutzungen genießt, soll dieser Status sowohl in der Sache, wie auch bezogen auf das Ausmaß der betreffenden Gebiete künftig aufgehoben werden.

 Auch der Bundesverband der Gas- und Wasserwirtschaft äußert sich über seine hessische Landesgruppe besorgt über die Entwicklung für den Wirtschaftsraum Rhein-Main, einer der wichtigsten Metropolregionen Europas: „Die Bewertung der öffentlichen Wasserversorgung, wie sie in dem vorliegenden Entwurf des Regionalplans für Südhessen zum Ausdruck gebracht wird, steht in krassem Gegensatz zu der wirtschaftlichen Bedeutung, die eine zuverlässige Wasserversorgung als eine der zentralen Dienstleistungen der Daseinsvorsorge für eine Wachstumsregion wie das Rhein-Main-Gebiet spielt. Wir gehen dringend davon aus, dass die Verantwortlichen hier nachbessern“.

 

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