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April wird der bislang beregnungsintensivste Monat seit Bestehen des WHR

Dank flächendeckender Beregnung ist die landwirtschaftliche Produktion im Verbandsgebiet des WHR nicht gefährdet

(Groß-Gerau, 27. April 2007) „Wir können uns wenigstens helfen“. Gunther Kramm, Landwirt des Nibelungenhofes in Gernsheim-Allmendfeld und Vorsteher des Wasserverbands Hessisches Ried (WHR) betont das Positive. Die Trockenheit der letzten Wochen setzt der Landwirtschaft in der Region erheblich zu – Mehrkosten und Mehrarbeit sind die Folge. Doch anders als dort, wo man nicht wie im Hessischen Ried über ein ausgedehntes System für die landwirtschaftliche Beregnung verfügt, sind die Feldfrüchte nicht ernsthaft bedroht.
„Insgesamt haben wir über die künstliche Beregnung mit bislang rund 30 Liter pro Quadratmeter den ausbleibenden Regen ersetzen müssen. Üblicherweise fallen im April hier in der Region bis zu 55 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Bislang waren es gerade mal drei bis vier  Liter“, so Kramm.
„Der April wird sicher der bislang beregnungsintensivste Monat seit der Inbetriebnahme des WHR im Jahre 1990“, ergänzt Wal-ter Klupp, der für die WHR-Anlagen bei Hessenwasser zuständige Betriebsingenieur. „In dem von Hessenwasser betriebenen Beregnungssystem des WHR im Bereich des mittleren Hessischen Rieds werden wir Ende April rund 1 Million Kubikmeter aufbereitetes Oberflächenwasser für die Beregnung bereitgestellt haben. In der Regel sind es um diese Jahreszeit gerade mal 100.000 Kubikmeter“, erläutert Klupp.
Durch die gleichzeitig vom WHR betriebene Grundwasseranreicherung sinken die Grundwasserstände trotz der aktuell hohen Grundwasserentnahmen nicht unter die vom RP Darmstadt festgelegten Grenzen. Sowohl die Spitzenwerte für die Bereitstellung von Beregnungswasser wie auch der zeitgleiche Anstieg der Grundwasserförderung für die Trinkwasserversorgung sind durch die Aufbereitung von Oberflächenwasser in der Aufbereitungsanlage in Biebesheim und das integrierte Ressourcenmanagement der Hessenwasser sicher beherrschbar.
„Wir profitieren von den Lehren aus den ausgedehnten Trockenperioden der Vergangenheit und der systematischen Vernetzung der wasserwirtschaftlichen Kompetenz unter einem Dach. Jetzt zeigt sich erneut, wie schon 2003, dass die Gründung der Hessenwasser die richtige Antwort auf die Herausforderungen der Wasserwirtschaft im Rhein-Main-Gebiet war““, ergänzt Wulf Abke, Geschäftsführer der Hessenwasser in Groß-Gerau.
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