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Gemeinsame Vorsorge gegen den Klimawandel - Nachhaltige Bewirtschaftung des Grundwassers im Hessischen Ried

Verbandsschau des Wasserverbands Hessisches Ried verdeutlicht die Leistungsfähigkeit des Verbandes

(Groß-Gerau) „Die Bedeutung des WHR für eine nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung im Hessischen Ried kann vor dem Hintergrund der aktuellen Klimadiskussion nicht hoch genug eingeschätzt werden.“ Anlässlich der Verbandsschau vom 28. März bewertet Gunther Kramm, Vorsteher des Wasserverbands Hessisches Ried (WHR), die Leistungen seines Verbandes durchaus selbstbewusst und weiß sich dabei im Einklang mit den anwesenden Verbandsvertretern. Einmal im Jahr werden die technischen Anlagen des Verbandes von Behördenvertretern und Verbandsmitgliedern begutachtet.

Walter Klupp, der für die WHR-Anlagen bei Hessenwasser zuständige Betriebsingenieur, erläutert als Schauführer bei der Infiltrationsanlage Eschollbrücken die Funktionsweise eines Sickerschlitzgrabens.Dieser kiesgefüllte Graben ist rund 100 Meter lang und bis zu 6 Meter tief. Über derartige Anlagen können je nach Grundwasserstand allein im Bereich Eschollbrücken jährlich bis zu 6,5 Mio. Kubikmeter zu Trinkwasserqualität aufbereitetem Oberflächenwasser dem Grundwasser zugeführt werden. Die Gesamtleistung aller Infiltrationsanlagen betrug im vergangenen Jahr rund 20 Mio. Kubikmeter.“

Gerold Jung, Landwirt der Bruchmühle bei Crumstadt und als Vertreter des Wasser-, Boden- und Landschaftspflegeverbands Hessen einer von zwei Schaubeaufragten ergänzt.“ Nach Einschätzung der Experten wird der Klimawandel für die Landwirtschaft im Ried sicherlich steigende Ansprüche an die Verfügbarkeit des Beregnungswassers mit sich bringen. Ohne die Grundwasseranreicherung durch den WHR wären Engpässe und ökologische Schäden in der Zukunft nicht auszuschließen.“

 Barbara Haas, als Vertreterin des RP Darmstadt für die Aufsichtbehörde anwesend, betont die Rolle von Hessenwasser, die seit rund zwei Jahren die Geschäftsführung des Verbands übernommen hat.“ Das Regierungspräsidium hat die Entwicklung des WHR von Beginn an fachlich und strukturell begleitet. Wir sind zufrieden, dass die Aufgaben des WHR mit der Geschäftsführung durch Hessenwasser wasserwirtschaftlich gesehen in einen größeren Zusammenhang gestellt worden sind. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung um die vielfältigen Herausforderungen, die sich bei der Grundwasserbewirtschaftung im Hessischen Ried stellen, gemeinsam zu meistern“.

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