Nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung sichert die Trinkwasserversorgung für die Region
Aber: “Geiz-Ist-Geil“-Mentalität ist nicht angesagt
(Groß-Gerau 20. März 2007) „Zeit zum Handeln - Wasserknappheit und Dürre“ – das Motto des diesjährigen Weltwassertages ist angesichts der jüngs-ten, bedrohlichen Prognosen der Klimaforscher besonders aktuell. Bei uns ist aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen Was-serknappheit kaum zu befürchten. Aber auch in Europa kann sich die Lage verändern. Der Klimawandel und die zunehmende Verstädte-rung kann die Situation in einigen Regionen der Europäischen Union verschärfen. Hierzu zählen in erster Linie der Mittelmeerraum, aber ebenso Südosteuropa.
Die von Hessenwasser betriebene nachhaltige Grundwasser-gewinnung gibt der Region Südhessen dauerhafte Versorgungs-sicherheit. Mit dem Konzept des „integrierten Ressourcenmanage-ments“ kann die regionale Wasserbeschaffungsgesellschaft auch in extremen Trockenjahren das Trinkwasser für über zwei Millionen Menschen in der Region zuverlässig bereitstellen. Dabei wird die mangelnde natürliche Grundwasserneubildung ausgeglichen durch die Anreicherung des Grundwassers mit zu Trinkwasserqualität auf-bereitetem Oberflächenwasser.
Doch diese Versorgungssicherheit ist nicht zum Nulltarif zu haben. “Auch in Südhessen ist eine zuverlässige Wasserversorgung, die vom Klimawandel weitgehend unabhängig ist, keineswegs eine Selbstverständlichkeit“, sagt Wulf Abke, Geschäftsführer der Hes-senwasser. „Die Herausforderungen steigen und damit auch der Auf-wand“, so Abke weiter. „Konflikte um die Nutzung des Grundwassers finden nicht nur in den wasserarmen Regionen der Erde statt, son-dern auch – in gemäßigter Form - direkt vor unserer Haustüre. Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz und Wasserwirtschaft werden sich in Zukunft stärker noch als bisher als Partner im dem gemeinsamen Bemühen um eine nachhaltige Nutzung des Grundwassers verstehen müssen. Die Politik sowie alle Beteiligten sind aufgefordert zu erken-nen, dass dies nur in einer gemeinschaftlichen Anstrengung zu schul-tern sein wird. Gutes Trinkwasser in ausreichender Menge, gesunde Wälder und fruchtbare Felder seien mit einer “Geiz-Ist-Geil“-Mentalität nicht zu vereinbaren“, betont Abke. Die Wertschätzung des guten Trinkwassers und seiner nachhaltigen Gewinnung in der Regi-on, schärfe auch das Bewusstsein für die globalen Wasserprobleme. Denn: In Südhessen Wasser zu sparen und dabei im Winter nicht auf Erdbeeren aus Südspanien verzichten zu wollen, sei weder ökolo-gisch noch ökonomisch der Weisheit letzter Schluss.