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Folgen des Klimawandels für die Wasserwirtschaft in der Rhein-Main-Region werden erforscht

Südhessen als Modellregion für die Entwicklung von Anpassungsstrategien

(Groß-Gerau, 23. November 2006) Überschwemmungen, ungewöhnlich heiße und trockene Sommer, Winter ohne Schnee – Schlaglichter eines veränderten Wettergeschehens, die von Experten als Folgen des globalen Klimawandels bewertet werden. Der Jahrhundertsommer 2003 und die Flutkatastrophe an der Elbe sind jüngste Beispiele aus unserem Land, die dies nur allzu deutlich machen.
Der Klimawandel bringt jedoch neben plötzlichen Katastrophen auch langsame und weit reichende Veränderungen in unsere Lebens-räume, die weniger auffällig sind, die jedoch langfristig – ohne Gegenmaßnahmen - ebenfalls katastrophale Auswirkungen haben können.
Das Bundesforschungsministerium (BMBF) hat jetzt ein Projekt aufgelegt in dem „Anpassungsstrategien an Klimatrends und Extremwetter sowie Maßnahmen für ein nachhaltiges Grundwassermanagement“ - so der Originaltitel – entwickelt werden sollen. Mit einem Gesamtetat von rund einer Million Euro wird im Laufe der kommenden drei Jahre in einem bundesweiten Verbundprojekt geforscht. Mit dabei ist neben dem Max-Plank-Institut für Meteorologie in Hamburg eine Allianz von Wasserexperten aus Südhessen, die sich mit der Sicherung der lebenswichtigen Ressource Grundwasser befassen.

Zum Start des Teilprojekts „Grundwassermanagement und Wasserversorgung“ fand heute bei der Hessenwasser in Groß-Gerau die Vorstellung des Vorhabens mit den Projektpartnern statt. Neben Hessenwasser, die als regionale Wasserbeschaffungsgesellschaft den Part Wasserversorgung bearbeitet, sind das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie sowie das Ingenieurbüro BGS Umweltplanung beteiligt. Für den Aspekt der Klimamodellierung wird die Gruppe unterstützt durch Experten der Climate and Environment Consulting in Potsdam.

Staatssekretär Karl-Winfried Seif vom Hessischen Umwelt-ministerium, als Vertreter des Landes bei der Vorstellung anwesend, zeigte sich zufrieden mit der Auswahl von Südhessen als Modellregion für das Forschungsprojekt: “Der Rhein-Main-Raum mit seinen vielfältigen Strukturen und als einer der wachstumsstärksten Wirtschaftsregionen in Europa ist hervorragend geeignet Strategien zu entwickeln, um unsere wichtigste Lebensgrundlage das Wasser, vor den Folgen des Klimawandels zu schützen. Die Wahl der Projektteilnehmer ist ein Ausweis für die Leistungsfähigkeit und Kompetenz von Wasserwirtschaft und Umweltforschung in Hessen“.

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