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Pressemeldung vom 17. Juli 2006

Wasserverband Hessisches Ried sorgt trotz langer Trockenheit für sichere Wasserversorgung

Pressemitteilung 11 / 06

 

Grundwasserspeicher im Ried gut gefüllt

 

(Groß-Gerau, 17. Juli 2006) Leere Stauseen in Spanien, Dürre in Italien und Portugal, Einschränkung des Wasserverbrauchs in Frankreich und England. Nur wenige Wochen nach Sommerbeginn herrscht vor allem in Süd-Europa teilweise katastrophale Trockenheit. Schuld daran ist vor allem der ausbleibende Niederschlag.

Trotz eines verregneten März fällt die Bilanz auch im Hessischen Ried eindeutig aus. Der vergangene Winter und das Frühjahr fielen gegenüber dem langjährigen Durchschnitt deutlich zu trocken aus. Damit mangelt es auch an der natürlichen Grundwasserneubildung, dem Hauptnachschub zum Ausgleich der Wasserförderung durch Industrie, Landwirtschaft und Wasserversorgung. Die möglichen Folgen kennen viele Bürger noch von der lang anhaltenden Trockenperiode im Hessischen Ried in den späten siebziger Jahren.

Der Wasserverband Hessisches Ried wurde damals gegründet um durch die Grundwasseranreicherung eine ökologisch verträgliche Grundwassergewinnung aus dem Hessischen Ried sicher zu stellen. Wasser, das für die Region dringend benötigt wird, sind doch die Grundwasserspeicher im Hessischen Ried eine wichtige Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg der Region und der Ballungsräume.

Der Verband wird heute von der Hessenwasser GmbH & Co. KG geführt, dem wichtigsten regionalen Trinkwasserlieferanten in Südhessen. Wie Hessenwasser heute bekannt gab, sind dank der Grundwasseranreicherung in den Fördergebieten trotz der Trockenheit der letzten Monate zum Beginn des Sommerhalbjahres die Grundwasserstände etwa auf gleicher Höhe wie vor einem Jahr Verglichen mit den Grundwasserständen der letzten 30 Jahre zeige dies deutlich den stabilisierenden Einfluss der Infiltration auf die Grundwasserstände.

Die Menge der Grundwasseranreicherung ist von den Grundwasserständen abhängig und wird vom Regierungspräsidium Darmstadt überwacht. Bei hohen Grundwasserständen wird nichts infiltriert, bei tiefen Grundwasserständen dagegen mehr. Hessenwasser steuert über ein aufwändiges Monitoring-System die Grundwasseranreicherung und Grundwasserentnahme. So wurden schon während der letzten trockenen Monate die Infiltrationsmengen gesteigert. Damit ist selbst nach einem trockenen Winter ausreichend Grundwasser in Südhessen vorhanden. Einschränkungen der Wasserversorgung gehören in Südhessen damit eindeutig der Vergangenheit an.

 

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