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Trinkwasserbrunnen der Hessenwasser sind sauber

Pressemitteilung 06 / 06

 

Trinkwasserbrunnen der Hessenwasser sind sauber

 

Pestizidbefunde im Landkreis Darmstadt-Dieburg haben keinen Einfluss auf die Versorgung durch Hessenwasser

 

(Groß-Gerau, 21.04.2006) „Unsere Brunnen sind frei von Pestiziden“, Oliver Huschens, Leiter des Zentrallabors der Hessenwasser, dem größten Hessischen Wasserversorger, der in Südhessen das Trinkwasser unter anderem für die Kunden der HSE bereitstellt, ist seiner Sache sicher. “Die jetzt in der Presse thematisierte Verschmutzung von kleineren Oberflächengewässern mit Pestiziden in Südhessen ist leider schon seit langem bekannt. Sie hat aber auf unsere Trinkwassergewinnung keinen direkten Einfluss“. Hessenwasser gewinnt das Trinkwasser im Hessischen Ried aus mehreren Wasserwerken, deren Brunnen bis zu 100 Meter tief sind. „Die intensive Überwachung unserer Grundwassergewinnungsanlagen bereits im Vorfeld der eigentlichen Brunnen ließe uns mögliche Verunreinigungen des Grundwassers schon früh erkennen“, ergänzt Huschens. Man verlässt sich bei Hessenwasser aber nicht allein auf die intensive Überwachung. „Im April 2005 haben wir für die Trinkwasserschutzgebiete unserer großen Wasserwerke bei Eschollbrücken und Pfungstadt eine Kooperation mit den Landwirten abgeschlossen“, erläutert Arnd Allendorf, bei Hessenwasser zuständig für den Ressourcenschutz. “Durch die enge Zusammenarbeit und eine intensive Beratung wirken wir auf eine möglichst grundwasserschonende Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Nutzflächen hin. Das kostet zwar Geld, schützt aber unser Trinkwasser“.

„Aus Sicht der Wasserversorgung ist es dringend geboten im Zusammenhang mit diesen Befunden immer wieder auf das Verursacherprinzip hinzuweisen, wie es auch in der EG-Wasserrahmenrichtlinie verankert wurde“, Norbert Siegmund, Prokurist der Hessenwasser, verweist auf die politische und wirtschaftliche Dimension der diffusen Gewässerverschmutzung. “Allein für die landwirtschaftlichen Kooperationen in Südhessen belaufen sich die Kosten bei der Hessenwasser auf 80.000 € pro Jahr. Damit wird die Beratung zur Minimierung des Eintrags von Düngemitteln, aber auch die Informationen zum ökologisch sinnvollen Umgang mit Pestiziden finanziert. Dies ist nur ein Beispiel von fremdverursachten Aufwendungen, die von der Wasserversorgung erbracht werden. Man würde sich wünschen, dass solche Zusammenhänge auch bei der Debatte um Wasserpreise von der Politik zur Kenntnis genommen würden“, so Siegmund.

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