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Neuer Wasserliefervertrag bringt Einsparpotentiale

Hessenwasser und WBV Rheingau-Taunus vereinbaren langfristigen Wasserbezug

(Groß-Gerau) „Der neue Wasserliefervertrag mit Hessenwasser bringt unseren Mitgliedern echte Preisvorteile, wenn wir die Möglichkeiten klug nutzen“. Verbandsvorsteher Hoffmann, Bürgermeister in Eltville und Verbandsgeschäftsführer Helmut Schumann, früher selbst Bürgermeister in Hünstetten, sind zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis, das sie für ihre Verbandskommunen erzielt haben. Aber auch Wulf Abke, Geschäftsführer der Hessenwasser GmbH & Co KG, spricht von einem überzeugenden Abschluss. „Die vereinbarte Laufzeit von 15 Jahren gibt uns die Planungssicherheit, die wir bei unserem anlagenintensiven Geschäft dringend benötigen“, sagt Abke. Wie bereits in der Vergangenheit bezieht der Verband jährlich mindestens 3,1 Mio. m³ Trinkwasser aus den Anlagen der Hessenwasser im hessischen Ried und dem Wasserwerk Schierstein in Wiesbaden. Bei der neuen Vereinbarung, die auch dem Wechsel der Besitzverhältnisse der Wiesbadener Wasserversorgung von der ESWE Versorgungs AG zu Hessenwasser Rechnung trägt, besteht zusätzlich die Option auf die Anmeldung eines Mehrbedarfs, der im Gegensatz zu früher deutlich günstiger bezogen werden kann. „Der Sommer 2003 hat in vielen Kommunen die Grenzen der Eigengewinnung nochmals verdeutlicht“, erläutert Schumann. “Mit dem neuen Vertrag können wir eine halbe Million Kubikmeter zusätzlich abnehmen, ohne Spitzenbedarfszuschläge zahlen zu müssen.“ Trotz der vielen Quellen im Taunus oder der Nähe des Rheins im Rheingau reicht in vielen Gemeinden die Eigengewinnung zur Bedarfsdeckung nicht aus. Sei es, weil die Menge nicht reicht, oder weil das Grundwasser lokal belastet ist.
Die Hessenwasser, auf die auch die technische Betriebsführung der Anlagen des WBV Rheingau-Taunus von ESWE übergegangen ist, hat sich mit dem neuen Vertrag auch gegen andere Konkurrenten am Markt durchsetzen können. „Letztlich hat sich das seit Jahrzehnten bewährte Versorgungskonzept als sichere und wirtschaftliche Option auch für die Zukunft durchgesetzt“, meint Hubert Berger, Verhandlungsführer der Hessenwasser. Helmut Schumann sekundiert: „Die Zusammenarbeit hat einfach gezeigt, dass Versorgungssicherheit und Leistungsfähigkeit stimmen und mit den neuen Konditionen stimmt auch der Preis“. Verbandsvorsteher Hoffmann ist zufrieden, dass Verbandsvorstand und Verbandsversammlung dem Vorschlag gefolgt sind, die günstigeren Wasserbezugskonditionen an die Verbandsmitglieder weiterzugeben. Hoffmann appelliert an die Mitgliedsgemeinden, die Kosten der eigenen Gewinnungsanlagen kritisch zu überprüfen. Sollte sich der Fremdwasserbezug durch die Mitgliedsgemeinden weiter erhöhen, wäre der Verband in der Lage den Wasserpreis nochmals zu reduzieren.
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