(Groß-Gerau) Bereits seit Mai 2001 betreut das ESWE – Institut für Wasserforschung und Wassertechnologie GmbH ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördertes und von der ESWE-Versorgungs AG cofinanziertes Projekt zur Brunnenreinigung mit Ultraschall. Aufgrund der hohen Brunnenzahl sind innovative Methoden zur Brunnenreinigung, die sich aus der Zusammenarbeit mit dem ESWE – Institut entwickeln, für die Hessenwasser von hohem Interesse. Bei diesem umweltfreundlichen mechanischen Verfahren wird eine Sonde mit Ultraschallgebereinheiten in das Filterrohr des Brunnens herabgelassen. Filterrohr und Filterkies werden so beschallt, dass natürliche Ablagerungen gelöst werden und aus dem Brunnen herausgespült werden. Nach einer umfangreichen Testphase im Labor mit Versuchsbrunnen wird das neue Verfahren derzeit von den Entwicklern, der Firma SONIC Umwelttechnik und der Firma BRM Wächtersbach, in Feldversuchen getestet. Letzter Brunnen, der mit diesem modernen Verfahren im Rahmen des Testes gereinigt wird, ist der Tiefbrunnen des Wasserwerks Almendfeld der Hessenwasser. "Wir erhoffen uns von dem Versuch gesicherte Entscheidungshilfen für den Einsatz dieses neuen Verfahrens," so Elisabeth Jreisat, Geschäftsbereichsleiterin Betrieb bei der Hessenwasser.
Bewährt sich die Ultraschallregeneration von Brunnen auch im wissenschaftlichen Test, bietet das Verfahren einige Vorteile. So dauern klassische chemische Reinigungen 3 Tage, bei der Ultraschallreinigung muss ein Brunnen nur noch einen Tag außer Betrieb gehen. Im Vergleich zu gängigen mechanischen Reinigungen der Filterrohre wird mit dem Ultraschallverfahren das Material der Filterrohre geschont, was die Lebensdauer erhöht. Insgesamt, so ist die zuständige Wissenschaftlerin des ESWE – Instituts, Hella Wiacek überzeugt, kann dem Verfahren im für Oktober erwarteten Abschlußbericht des Projektes eine deutliche Effizienzsteigerung von Brunnenreinigungen bescheinigt werden.