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Pressemeldung 02-03-26

Hessenwasser macht sich für eine gemeinsame Grundwasserüberwachung im Frankfurter Stadtwald stark

Anlässlich der Unterzeichnung einer Vereinbarung zur gemeinsamen Grundwasserüberwachung im Frankfurter Stadtwald erläuterte der Geschäftsführer der Hessenwasser GmbH & Co. KG, Wulf Abke, im Hessischen Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten in Wiesbaden die Notwendigkeit des gemeinsamen Handelns.

Mit der Vertragsunterzeichnung zur Überwachung des Grundwassers im Frankfurter Stadtwald geht, so Wulf Abke, Geschäftsführer der Hessenwasser GmbH & Co. KG, eine Zeit intensiver Diskussionen um die Nutzung der Trinkwasserreserven und die Ausweisung der Wasserschutzgebiete im Frankfurter Stadtwald zu Ende. Diese Diskussionen haben bewiesen, da ist sich Wulf Abke mit den Verhandlungspartnern des Fraport und des zuständigen Hessischen Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten einig, dass die Kooperation von Partnern mit unterschiedlichen Aufgaben und Verantwortlichkeiten auch bei schwierigen Themen erfolgreich sein kann. Dies setzt voraus, dass alle Beteiligten bereit sind, neue Wege zu gehen. Mit dem vorliegenden Vertrag zur Einführung des Monitoringsystems wird ein solcher Weg gemeinsam beschritten. Ausgangspunkt war dabei die Erkenntnis, dass die mit der Ausweisung der Wasserschutzgebiete entstandene Rechtslage für alle Betroffenen, insbesondere für die Hessenwasser GmbH, mit der Aufgabe, die Trinkwasserversorgung im Rhein-Main-Gebiet sicherzustellen, keine nachhaltigen Entwicklungsperspektiven lässt. Im Gegenteil waren die Konflikte zwischen den unterschiedlichen Nutzungsansprüchen der Trinkwasserversorgung, der Flughafennutzung und der behördlichen Überwachung vorprogrammiert. Für die Hessenwasser GmbH & Co. KG als junges Unternehmen mit regionaler Ausrichtung war ein Engagement in der Region mit dem Ziel des gegenseitigen Interessenausgleichs, eine wichtige Motivation. Die zurückliegende erfolgreiche Kooperation zeigt daher auch, so Wulf Abke, dass die Motive der Hessenwassergründung dem richtigen Ansatz folgen: Die Stärkung der regionalen Trinkwasserversorger ist eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung regional tragfähiger Lösungen.

Vor diesem Hintergrund bedankte sich Wulf Abke ausdrücklich bei den Vertragspartnern der Hessenwasser GmbH für deren Bereitschaft, die objektiven Erfordernisse des Grundwasserschutzes und der Sicherstellung der Trinkwasserversorgung zu diskutieren und gemeinsam Lösungswege zu finden. Dieses Verfahren bot die Chance, begleitend zu der Ausweisung der Wasserschutzgebiete konkrete Maßnahmen zum Gewässerschutz zu erarbeiten und in einem Vertrag festzuschreiben.

Wulf Abke als Geschäftsführer eines der größten Trinkwasserversorger Deutschlands nannte insbesondere die Maßnahmen zur Entflechtung der Nutzungsinteressen als hilfreich für die künftige Zusammenarbeit. Ein Nebeneinader von Wassergewinnung und Flughafenbetrieb in enger Abstimmung mit der oberen Wasserbehörde war dabei oberstes Ziel. Konkret wies er in diesem Zusammenhang auf die Tatsache hin, dass die vielfältigen Nutzungsinteressen in diesem Bereich wie Flughafen, Autobahn, ICE-Trasse, zu einer Arrondierung der Schutzgebietsgrenze und Verlagerung der Trinkwassergewinnung nach Norden hin geführt hat. Dies bedeutet eine zusätzliche Sicherung bei möglichen Schadstoffeinträgen. Ungeachtet dessen bleibt aber die Verpflichtung aller bestehen, dem vorbeugenden Schutz des Grundwassers absolute Priorität vor der Beseitigung möglicher Schäden einzuräumen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Aufbau eines integrierten Grundwasserschutzsystems, das im Bedarfsfall eine schnelle und effektive Schadensbeseitigung in enger Kooperation aller Betroffenen ermöglicht. Entscheidend für den präventiven Ressourcenschutz ist aber auch die lückenlose Überwachung des Grundwassers im Flughafenbereich. Gerade hier haben alle Partner, so Abke, sehr intensiv zusammengearbeitet, um die nunmehr vorliegenden vertraglichen Regelungen auszuarbeiten. Im Einzelnen wird geregelt, welche Parameter zu untersuchen sind, um eine einwandfreie Qualität des Grundwassers sicherstellen zu können, in welchem Turnus die Untersuchungen zu erfolgen haben und welche Messstellen einbezogen werden.

Die Hessenwasser GmbH & Co. KG, so Wulf Abke, wird den Vertrag nunmehr mit Leben erfüllen. Sie bringt dabei Ihr Know-how ein, insbesondere ihre technische Ausrüstung und ihre langjährige Erfahrung in Sachen umweltschonende Grundwasserbewirtschaftung. Abschließend dankte Abke Minister Dietzel für die erfolgreiche Begleitung des Verfahrens und Wilhelm Bender als Vertreter des Fraport für seine Unterstützung bei der Entwicklung des gemeinsamen Vorgehens.

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