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„Dänen sind Vorbild: Einfach mal Trinkwasser aus der Leitung anbieten“
 
Die dänische Ratspräsidentschaft setzt ein Zeichen und schenkt bei Sitzungen künftig Leitungswasser aus. Wulf Abke, Chef der Hessenwasser, rät zur Nachahmung.
 
(Groß-Gerau, 27.01.2012) Helle Thorning-Schmidt ist es gewohnt neue Positionen zu besetzen. Seit Oktober letzten Jahres ist sie die erste dänische Ministerpräsidentin und seit Januar dieses Jahres hat sie turnusgemäß auch die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Die Dänin setzte gleich zu Beginn ein Zeichen dafür, dass Genuss nicht teuer sein muss. Sie setzte durch, dass künftig auf den Treffen der Ratspräsidentschaft nicht wie üblich kleine, aber teure Flaschen Mineralwasser und Saft angeboten werden, sondern Karaffen mit Trinkwasser aus der Leitung.
Für Wulf Abke, Geschäftsführer des regionalen Wasserversorgers Hessenwasser, ist das eine vorbildhafte Entscheidung. „Trinkwasser, frisch und kühl aus der Leitung gezapft, schmeckt gut und ist preiswert“, so Abke. „Es ist das am Besten überwachte Lebensmittel, ist rund um die Uhr in einwandfreier Qualität vor Ort verfügbar und hat damit obendrein eine günstige CO2-Bilanz.“
 
Abke plädiert dafür sich ein Beispiel an den Dänen zu nehmen und seinen Gästen einfach mal Trinkwasser aus der Leitung anzubieten. „Die Argumente dafür liegen doch auf der Hand“, betont er. Erst kürzlich hatten Bundesgesundheitsministerium und Umweltbundesamt den aktuellen Bericht zur Trinkwasserqualität in Deutschland vorgelegt. Ergebnis: Trinkwasser hat in Deutschland überall eine gute bis sehr gute Qualität. Und was den Preis betrifft: ein Liter frisches Trinkwasser aus der Leitung deutlich weniger als einen Cent.

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„Trinkwasser in Deutschland hat sehr gute Qualität“


(Groß-Gerau, 23. Januar 2012) Das Bundesgesundheitsministerium und das Umweltbundesamt haben kürzlich den aktuellen Bericht zur Trinkwasserqualität in Deutschland vorgelegt. Der Bericht belegt, dass Trinkwasser in Deutschland überall eine gute bis sehr gute Qualität hat. Nach Prüfung der von den Bundesländern vorgelegten Daten für den Berichtszeitraum 2008 bis 2010 stellen Bundesgesundheitsministerium und Umweltbundesamt fest: Das Trinkwasser in Deutschland hat demnach eine gute bis sehr gute Qualität. Die Kontrollen belegen, dass bei den mikrobiologischen und chemischen Qualitätsparametern die strengen gesetzlichen Anforderungen zu über 99 Prozent eingehalten und die Grenzwerte nur in sehr wenigen Einzelfällen überschritten werden.
Nach der Trinkwasserrichtlinie der Europäischen Union müssen die EU-Mitgliedstaaten regelmäßig für einen Berichtszeitraum von drei Jahren die Verbraucher und die Europäische Kommission über die Qualität des Trinkwassers informieren. In Deutschland ist dieser Bericht vom Bundesministerium für Gesundheit und dem Umweltbundesamt vorzulegen. Der erste Bericht hatte 2008 bestätigt, dass die Vorgaben der EU-Trinkwasserrichtlinie in Deutschland vollständig in nationales Recht umgesetzt wurden.
Die Wasserwirtschaft hat in Deutschland seit 1990 insgesamt über 110 Milliarden Euro investiert. Die Unternehmen der Wasserwirtschaft befinden sich in einem ständigen technisch-wirtschaftlichen Modernisierungsprozess. Es gilt, die hohen Standards, die wir im weltweiten Vergleich bei der Trinkwasserqualität erreicht haben, weiterzuentwickeln.
Grenzwertüberschreitungen im Trinkwasser sind laut Bericht bei dem Parameter Nitrat auf fast Null Prozent gesunken. Die Überschreitungen haben sich damit in den letzten Jahren deutlich verringert. Der Rückgang der Fälle, in denen der zulässige Grenzwert für Nitrat im Trinkwasser überschritten wurde, bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die Nitratbelastungen der Gewässer und Rohwasserressourcen abgenommen haben. Dies belegen seit 2009 lokal ansteigende Nitratbelastungen in Gewässern. Die Wasserwirtschaft sieht weiterhin die dringende Notwendigkeit, Nitrateinträge insbesondere aus landwirtschaftlichen diffusen und direkten Quellen zu vermeiden.

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„Nachhaltigkeit für Wald und Wasser gibt es nicht zu Dumping-Preisen“
 
Regionalversorger Hessenwasser sieht zum Thema Umwelt und Grundwasser Widersprüche in der Landespolitik
 
(Groß-Gerau, 20.01.2012) Die Ankündigung von Peter Stephan, dem umweltpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, einen runden Tisch zum Thema Grundwasserbewirtschaftung im Hessischen Ried einzurichten, löst bei Wulf Abke gemischte Gefühle aus. Abke, Vizepräsident des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland und Geschäftsführer des regionalen Wasserversorgers Hessenwasser, sieht zunächst die eigenen Bemühungen in dieser Richtung bestätigt. „Es ist höchste Zeit, dass das Land Hessen sich mit einem solchen Mediationsansatz aktiv an der Lösung der wasserwirtschaftlichen Probleme in Südhessen beteiligt“, so Abke. „Es geht dabei jedoch nicht allein um hohe Grundwasserstände  und den Waldumbau im Ried. Unmittelbar damit verknüpft ist die Sicherung der zuverlässigen Trinkwasserversorgung der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main“, betont Abke.
Als Verantwortlicher für die regionalen Trinkwassermengen im Rhein-Main Raum sieht Abke derzeit noch keine ausreichende gemeinsame Verständigungsgrundlage mit den verantwortlichen Landesstellen. “Es kann nicht sein, dass ein Teil der Landesregierung Investitionen für Natur und Wasserversorgungssicherheit verlangt und ein anderer Teil der Landesregierung gleichzeitig gegen die dafür notwendigen kostendeckenden Wasserpreise kämpft. Sichere Wasserversorgung gibt es nicht zu Dumping-Preisen“, betont Abke.
 
Eine Verständigung zu den Grundwasserständen und zur Waldsanierung sieht er daher zumindest solange problematisch, bis das Land Hessen die derzeitige Finanzierung der regionalen Wasserbeschaffung  bestätigt und auch zu der künftig erforderlichen Finanzierung der Waldmaßnahmen und anderen notwendigen Projekten im regionalen Wasserleitungsverbund  deren Kostenabbildung im Wasserpreis ausdrücklich akzeptiert.
Seit Einführung des Grundwasserbewirtschaftungsplans Hessisches Ried vor über 10 Jahren sorgt vor allem auch der Wasserverband Hessisches Ried (WHR) dafür, dass die landesseitigen Vorgaben für die Grundwasserstände erfolgreich eingehalten werden und damit sowohl die ökologischen Anforderungen wie auch die Trinkwasserversorgung und die Bereitstellung von Beregnungswasser für die Landwirtschaft gesichert sind. „Auch diese hervorragende Arbeit ist durch die unklare Finanzierungssituation des Verbandes derzeit akut gefährdet“, führt Abke weiter aus. Besonders irritiert zeigt sich Abke, in seiner weiteren Funktion als stellvertretender Verbandsvorsteher des WHR daher auch, dass dem WHR ohne Kostenzusagen neue Aufgaben zugeordnet werden, die eindeutig in der Verantwortung des Landes liegen. „Zusätzliche Grundwasseraufspiegelungen zur Sanierung der Wälder und damit verbundene Schutzmassnahmen für Siedlungs- und landwirtschaftlichen Flächen vor Vernässungen gehören nicht zu den satzungsgemäßen Aufgaben des WHR“, so Abke. „Dennoch ist der WHR natürlich bereit, sich als Institution mit entsprechender Fachkompetenz an einem runden Tisch zur Problemlösung zu beteiligen. Klar ist allerdings, dass die Politik auch angemessene Wasserpreise zur Finanzierung dieser Aufgaben akzeptieren muss.“

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Hessenwasser begrüßt neue Azubis
 
Moderne Arbeitsplätze in der kommunalen Wasserwirtschaft
 
(Groß-Gerau, 01. September 2011) Am 1. September haben insgesamt sieben junge Leute ihre Ausbildung bei Hessenwasser begonnen. Neben den Bürokaufleuten dominieren bei dem regionalen Wasserversorger naturgemäß die Auszubildenden in technischen Berufen. Drei Nachwuchskräfte haben sich für eine Ausbildung zur Fachkraft für Wasserversorgungstechnik entschieden. Zwei weitere werden sich, wenn alles gut läuft, am Ende ihrer Ausbildung Elektroniker für Betriebstechnik nennen dürfen.
 
Ingo Halbritter, Leiter des Personalbereichs bei Hessenwasser, betont: „Als kommunales Unternehmen übernehmen wir Verantwortung für die Region – und dazu gehört selbstverständlich, dass wir junge Menschen fit für den Arbeitsmarkt machen.“
 
Die kommunale Wasserwirtschaft ist eine zukunftsträchtige Branche, die Jugendlichen große Entwicklungspotenziale bietet, so Halbritter. In den vergangenen Jahren sind die Aufgaben vielfältiger geworden und beinhalten eine Bandbreite anspruchsvoller technischer und kaufmännischer Aufgaben. Halbritter erläutert: „Für neue Verfahren und Technologien in der Wasserwirtschaft, aber auch in unserer Verwaltung, benötigen wir gut qualifiziertes Fachpersonal. Daher legen wir großen Wert auf die Ausbildung.“
 
Hessenwasser, als regionale Wasserbeschaffungsgesellschaft, ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Region: Bezahlung nach Tariflohn, sichere Arbeitsplätze und ein umfassender Arbeits- und Gesundheitsschutz machen das Unternehmen für Bewerber attraktiv. Zudem ist Hessenwasser ein zuverlässiger Auftraggeber für verschiedene lokale mittelständische und regionale Unternehmen. 

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Sichere Wasserversorgung trotz Rekordtrockenheit?
 
Geht Südhessen das Trinkwasser aus?
 
(Groß-Gerau, 01. Juni 2011) Das Frühjahr 2011 ist das trockenste in Hessen seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen im Jahre 1881. Während Landwirte und Kleingärtner, Grünflächenämter und Zoos unter der Trockenheit leiden, sieht das für den Rhein-Main-Raum verantwortliche Wasserbeschaffungsunternehmen Hessenwasser aktuell noch keine Probleme für die Wasserversorgung der Metropolregion Rhein-Main. Wulf Abke, Geschäftsführer der Hessenwasser, stellt fest: „Zum einen zehren wir im Hessischen Ried von den hohen Grundwasserständen, die uns das relativ nasse Winterhalbjahr beschert hat. Doch auch bei einer deutlich längeren Trockenperiode wären wir in der Lage, lokal auftretende Versorgungsengpässe durch den regionalen Leitungsverbund aufzufangen und eine umweltschonende Grundwassergewinnung in sensiblen Bereichen wie dem Vogelsberg zu gewährleisten“.
Dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, zeigt ein Blick in die jüngere Vergangenheit. Noch vor wenigen Jahren veranlasste eine ausgedehnte Trockenperiode die Landesbehörden dazu, auch im Rhein-Main-Raum einen „Wassernotstand“ auszurufen. Heute sorgt eine moderne und nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung im Hessenwasser-Verbund für ein sicheres Wasserdargebot und einen Mengenausgleich über die Region. „Eine sichere Wasserversorgung ist jedoch nicht mit Niedrigstpreisen zu haben“, betont Abke. Nach dem Hessischen Wassergesetz liegt die Abschätzung von Kosten und Nutzen bei den Kommunen, wobei die überörtliche Absicherung der Metropolregion mit Wasser in der Verantwortung des Landes liegt. Die Landesbehörden beaufsichtigen auch die interkommunalen Wasser- und Bodenverbände, wie etwa den Wasserverband Hessisches Ried (WHR), der die Aufbereitung des Beregnungswassers für die Landwirtschaft sicher stellt und über Infiltration die Grundwasserstände in Südhessen wetterunabhängig steuert. “Ohne den WHR und ohne Hessenwasser gäbe keine sichere und ökologisch verträgliche Wasserversorgung für die Metropolregion. Dennoch stellt das Hessische Wirtschaftsministerium die Kosten für diese Leistungen immer wieder in Frage“, so Abke. „Wir gewährleisten die technischen Voraussetzungen für die Wasserversorgung und Zukunftssicherung des Lebens- und Wirtschaftsraums Rhein-Main auch unter den Vorzeichen des Klimawandels. Einseitige Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen gefährden jedoch die Sicherung des Bestandes der vorhandenen Infrastruktur und dessen Anpassungen an die Herausforderungen der Zukunft“, stellt Abke fest.
 
 
Wulf Abke ist neben seinen Funktionen als Geschäftsführer der Hessenwasser GmbH & Co. KG und als stellvertretender Verbandsvorsteher des WHR, als Vizepräsident des Branchenverbandes BDEW Sprecher der deutschen Wasserversorgungsbranche.

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Umweltministerin Lucia Puttrich zu Besuch bei Hessenwasser im Wasserwerk Schierstein

Motto des Weltwassertags 2011 “Wasser für Städte – Antwort auf urbane Herausforderungen“

(Wiesbaden, 21. März 2011) Umweltministerin Lucia Puttrich besuchte am Vortag des alljährlich am 22. März stattfindenden Weltwassertages das Wasserwerk Schierstein in Wiesbaden. „Das diesjährige Motto “Wasser für Städte – Antwort auf urbane Herausforderungen“ ist nach wie vor ein aktuelles Thema für den Ballungsraum Rhein-Main, bei dem das Land seit jeher seinen Beitrag leistet“, hob Ministerin Puttrich hervor.

Wulf Abke, Geschäftsführer des regionalen Wasserversorgers Hessenwasser und Vizepräsident des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), stellte der Ministerin die Situation aus der Perspektive der öffentlichen Wasserversorgung dar.

Für die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland insgesamt sei die zuverlässige Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser und die hygienische Entsorgung von Abwässern heutzutage eine Selbstverständlichkeit, so Abke. Mit einem Anschlussgrad an die öffentliche Wasserversorgung von nahezu 100 Prozent und von rund 96 Prozent an die öffentliche Kanalisation sei Deutschland gewissermaßen Weltmeister in der Wasserver- und entsorgung.

Auch wenn Deutschland ein wasserreiches Land sei, stehe jedoch nicht an jedem Ort genügend Wasser in ausreichender Qualität für die Trinkwasserversorgung zur Verfügung, erläuterte Abke. So sei Wiesbaden zwar berühmt für seine Thermalquellen, doch gebe es im Stadtgebiet nicht genügend Wasservorkommen, um die Trinkwasserversorgung sicher zu stellen. Das Wasserwerk Schierstein und die Taunusstollen, tragen etwa nur zur Hälfte zur Trinkwasserversorgung der Landeshauptstadt und deren Umland bei. Ohne den regionalen Bezug von Trinkwasser aus dem Hessischen Ried sei die Wasserversorgung hier nicht gesichert.

Dies sei kennzeichnend für die gesamte Metropolregion Rhein-Main. Die Wasserversorgung im Rhein-Main-Gebiet werde heute durch ein komplexes regionales Verbundsystem von Gewinnungs- und Verteilungsanlagen gewährleistet. Zu den Aufgaben dieses Leitungsverbundes gehören der mengenmäßige Ausgleich zwischen den Gebieten, in denen Grundwasser in ausreichender Menge gewonnen werden kann und den Großstädten und Umlandkommunen, die sich nicht alleine versorgen können.


Die urbane Herausforderung besteht darin, über 50 % der ca. 3,4 Millionen Einwohner im Ballungsraum Rhein-Main ganz oder überwiegend durch verbundwirksame Wasserwerke zu versorgen und weitere 35 % der Bevölkerung aus Zulieferungen, insbesondere in Spitzenbedarfszeiten, über das Verbundsystem abzusichern. Das Regionalunternehmen Hessenwasser betreibt heute im Auftrag der Städte und Kommunen in ganz wesentlichem Umfang die Anlagen des Leitungsverbundes und die Bewirtschaftung der verbundwirksamen Grundwasserressourcen.

Ministerin Puttrich betonte, dass die Sicherstellung der Wasserversorgung keine einmalig zu erledigenden Aufgabe sei, sondern ein dauerhafter Prozess. Dabei sollte bei der Betrachtung nicht außer Acht gelassen werden, dass eine gewaltige Aufbauleistung bereits vollbracht wurde. Eine Zukunftsaufgabe für die Wasserversorger und das Land Hessen stellt die Sicherstellung der Wasserversorgung in Trockenperioden dar. Der nachhaltigen Grundwasserbewirtschaftung durch die infiltrationsgestützen Wasserwerke im Hessischen Ried und der zuverlässigen Verteilung des gewonnen Grundwassers über redundante Leitungen zur Stärkung der Versorgungssicherheit komme hierbei eine besondere Bedeutung zu, erklärte die Ministerin. Das Land hat durch die Aufstellung des Grundwasserbewirtschaftungsplans sowie die Beteiligung an der Leitungsverbundstudie auf die Herausforderungen reagiert.

Einig waren sich Lucia Puttrich und Wulf Abke in der kritischen Beurteilung einseitiger Preisdiskussionen. „Wasserversorgung für Ballungsräume heißt nicht zuletzt auch Versorgung in Trockenperioden. Was nützt dem Bürger ein günstiger Preis, wenn in trockenen und heißen Sommern kein Wasser aus dem Hahn kommt“, sagte Ministerin Puttrich. Verbraucherschutz bedeutet auch die Gewährleistung einer Qualität und Versorgungssicherheit, die vom Verbraucher zu Recht eingefordert wird. Im Ballungsraum Rhein-Main, in dem Natur und Industrie, Siedlungen und Landschaft in unmittelbarer Nachbarschaft liegen, kommt deshalb der umweltgerechten Grundwasserentnahme und der Infrastruktur des Leitungsverbundes eine besondere Bedeutung zu. Diese Belange müssen sich durchaus in erforderlichem Umfang in den Wasserpreisen widerspiegeln.

Umweltministerin Puttrich mit GF Wulf Abke beim Besuch des WW Schierstein (Fotos: Rolf Oeser)

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Infiltration ist nicht die Ursache für hohe Grundwasserstände
 
WHR: „Ein hartnäckiges Vorurteil“
 
(Groß-Gerau, 28.01.2011) Bei den betroffenen Hausbesitzern liegen die Nerven blank. Die aktuell hohen Grundwasserstände sorgen mancherorts im Ried für nasse Keller. Wieder einmal. Viele erinnern sich noch an die Jahre 2001 bis 2003. Damals standen sie vor den gleichen Problemen.
 
Bei der Suche nach den Ursachen für die Probleme und die Schäden, die durch die hohen Grundwasserstände verursacht werden, wird immer wieder auch die Infiltration von aufbereitetem Rheinwasser genannt. „Eine ebenso naheliegende wie unrichtige Vorstellung“, stellt Hubert Schreiber, Pressesprecher der Geschäftsführung des WHR, fest.
 
„Die Bereiche, in denen aktuell die hohen Grundwasserstände den Hausbesitzern das Leben schwer machen, liegen nicht im Einflussbereich der Infiltrationsanlagen des WHR“, betont Schreiber. Durch die umsichtige Betriebsweise der Infiltration und das intensive Grundwassermonitoring seien infiltrationsbedingte Vernässungsschäden sicher ausgeschlossen. „Trotzdem steigt in nassen Jahren mit dem Grundwasser auch die Verbreitung des Arguments: die Infiltration ist schuld“, so Schreiber. „Das ist ein hartnäckiges Vorurteil“.
 
Die Anlage des WHR in Biebesheim, zuständig für die Aufbereitung des Rheinwassers zur Infiltration, sei im Übrigen seit Anfang des Jahres für rund acht Wochen wegen routinemäßiger Revisionsarbeiten komplett außer Betrieb.
 
Aktuelle Messwerte für einzelne Grundwassermessstellen im Hessischen Ried sowie ausführliche fachliche Berichte über die Grundwassersituation sind im Internet über das Informationsportal Grundwasser-Online (www.grundwasser-online.de) abrufbar.

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Ein nasses Jahr wie lange nicht
 
Hohe Grundwasserstände im Ried - stark gedrosselte Infiltration durch den WHR
 
(Groß-Gerau, 29.10.2010) Der zurückliegende Sommer war ein Sommer der Extreme. Nach ausgeprägter Schafskälte erlebten die Menschen eine gewaltige Hitzewelle, begleitet von intensiven Regenperioden, sowohl davor als auch danach. Auch Südhessen blieb nicht von diesen Wetterkapriolen verschont. Wie der Wasserverband Hessisches Ried (WHR) mitteilte, sind die derzeit in manchen Bereichen des Hessischen Rieds zu verzeichnenden hohen Grundwasserstände diesen ergiebigen Niederschlägen der vergangenen Monate zu zuschreiben.
 
In den Sommermonaten fielen nach Angaben des WHR trotz der dreiwöchigen Hitzeperiode 40-50 % mehr Niederschläge als im Durchschnitt. Noch deutlicher seien die Überschüsse bei der natürlichen Grundwasserneubildung, die zum Teil ebenfalls mehr als 50% über dem langjährigen Mittel lag. Zeitversetzt sei eine entsprechende Grundwasserstandsentwicklung zu verzeichnen. Fazit des WHR: Nach einer mehrjährigen Periode mittlerer Verhältnisse bei der Niederschlags- und Grundwasserstandsentwicklungen liege nun wieder ein nasses Jahr wie zuletzt 2002 vor.
 
Dennoch lägen alle Grundwasserstände derzeit noch voll im Rahmen des Grundwasserbewirtschaftungsplans und der Genehmigungsbescheide. Der WHR habe schon sehr frühzeitig auf die sich abzeichnende Veränderungen bei der Grundwasserneubildung reagiert. Die Infiltrationsleistung sei zum Teil bereits ab Anfang Juni zunehmend eingedrosselt worden. Teilanlagen seien mittlerweile vorsorglich ganz abgeschaltet worden.
 
Aktuelle Messwerte für einzelne Grundwassermessstellen im Hessischen Ried sind im Internet über das Informationsportal Grundwasser-Online über den öffentlich zugänglichen Kartenserver (www.grundwasser-online.de/gwo_portal/bgs/gwm/kartenserver.htm) abrufbar.
 
Weitere Informationen über die wasserwirtschaftlichen Bedingungen des Hessischen Rieds sind in der Broschüre „Das Hessische Ried zwischen Vernässung und Trockenheit“ nachzulesen. Sie wurde im August 2005 vom Hessischen Umweltministerium herausgegeben und kann im Internet auf der Homepage des Hess. Landesamt für Umweltschutz und Geologie heruntergeladen werden.( www.hlug.de/medien/wasser/grundwasser/artikel/broschuere_hess_ried_1.pdf)

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Abstriche beim Grundwasserschutz

Neuer Regionalplan streicht Vorranggebiete für Wasserversorgung

(Frankfurt, 02. September 2010) „Wir fordern ein klares Bekenntnis für den Grundwasserschutz!“ Wulf Abke, Geschäftsführer des regionalen Wasserversorgers Hessenwasser, ist sich mit seinen Kollegen u. a. in der Arbeitsgemeinschaft Wasserversorgung Rhein-Main (WRM) einig: „Der Entwurf des Regionalplans in seiner derzeitigen Fassung stellt eine deutliche Verschlechterung des Grundwasserschutzes und damit der sicheren Wasserversorgung der Rhein-Main-Region gegenüber anderen Flächennutzungen dar.“

Hintergrund der massiven Kritik der Wasserversorger an dem Planentwurf ist ein Konflikt um die Ausweisung von Vorranggebieten für bestimmte Nutzungsarten wie Land- oder Forstwirtschaft, Siedlungsgebiete oder eben Wassergewinnung. In der bisherigen Fassung des Regionalplans sind Bereiche für die Grundwassersicherung ausgewiesen, in denen der Schutz des Grundwassers Vorrang vor konkurrierenden Nutzungen hat. Diese Vorrangstellung der Wasserversorgung soll nun herabgestuft werden zu sogenannten Vorbehaltsgebieten. „Die Vor-behaltsgebiete weisen jedoch ein wesentlich geringeres Schutzniveau auf gegenüber konkurrierenden Nutzungsinteressen, die fast alle mit Vorranggebieten hinterlegt werden“, stellt Abke fest. Vor allem im Hessischen Ried, einem der größten Grundwasserspeicher der Region und damit wichtigstem Reservoir für die Wasserversorgung, aber auch in den stadtnahen Gewinnungsbereichen kann dies zu Nutzungseinschränkungen für die Trinkwasserversorgung führen. Die Sicherheit der Trinkwasserversorgung in der Wirtschaftsregion Rhein-Main wird damit nach Ansicht der Wasserversorger langfristig in Frage gestellt. Betroffen davon sind nicht nur die Städte und Kommunen im Ballungsraum um Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden, sondern auch die zahlreichen über den regionalen Leitungsverbund angeschlossenen Kommunen im Umland.

Abke ruft die Mitglieder der Regionalversammlung Südhessen und der Verbandskammer des Planungsverbandes dazu auf, sich der Bedeutung einer nachhaltigen und sicheren Wasserversorgung für die Stabilität und das Wachstum des Ballungsraums Frankfurt/Rhein-Main bewusst zu werden und die Forderungen nach einer umfassenden und eindeutigen Regelung für den Grundwasserschutz zu unterstützen.

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Sichere Wasserversorgung trotz Hitzewelle
 
Hessenwasser: Infrastruktur ist auf Bedarfsspitzen ausgelegt
 
(Groß-Gerau, 15.07.2010) „Szenarien mit drohendem Wassernotstand im Rhein-Main-Gebiet gehören eindeutig der Vergangenheit an. Die Hitzewelle, die seit Anfang Juli Deutschland im Griff hat, führt bei uns nicht zu Einschränkungen bei der Trinkwasserversorgung“. Wulf Abke, Geschäftsführer des regionalen Wasserversorgers Hessenwasser, zerstreut Bedenken, dass das kostbare Nass knapp werden könnte, auch wenn bei solchen Extremtemperaturen der Trinkwasserbedarf deutlich in die Höhe schnellt. „Zurzeit geben wir täglich bis zu 360.000 m³ Trinkwasser ab“, erläutert Abke. „Dies sind gut 30 % mehr als im Durchschnitt“. Hessenwasser stellt das Trinkwasser für rund 2 Millionen Menschen im Ballungsraum Rhein-Main bereit.
Die Wassergewinnungsanlagen der Hessenwasser seien derzeit gut ausgelastet und auch die großen Transportleitungen, die das Trinkwasser in der Region verteilen, sind bei diesen Tagesabgabemengen stark beaufschlagt“, führt Abke weiter aus. „Unsere Anlagen- und Transportkapazitäten sind auf Spitzenbedarfszeiten wie der jetzigen Hitzeperiode ausgelegt, um auch bei langen heißen Perioden die Wasserversorgung zu gewährleisten“, so Abke weiter. Aufgrund der strukturellen Gegebenheiten im Ballungsraum, in dem Gebiete mit hohem Grundwasserdargebot und geringerem Bedarf den Zentren mit hohem Bedarf und geringem Dargebot gegenüberstehen, wurde ein komplexes Verbundleitungssystem entwickelt, dass für die Sicherung der Trinkwasserversorgung besonders in Zeiten des Spitzenbedarfs unabdingbar sei. Dieses System habe sich bewährt und es gelte, diesen hohen Stand an Sicherheit und Zuverlässigkeit zu wahren und entsprechend weiter zu entwickeln.
 
Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der öffentlichen Wasserversorgung stünden bei den Verbrauchern hoch im Kurs. Dies habe sich in Umfragen immer wieder gezeigt. „Die Verbraucher sagen uns ganz deutlich, dass für sie die Versorgungssicherheit und Qualität der öffentlichen Trinkwasserversorgung einen hohen Stellenwert hat. Wir sind aufgefordert, diese Erwartung und dieses Vertrauen nicht durch eine einseitige Fixierung auf ökonomische Belange zu verspielen“, mahnt Abke, der seit dem 1. Juli als Vizepräsident des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) auch die wasserwirtschaftlichen Belange des größten Branchenverbandes vertritt.

SAT1 hat veranlasst durch die Pressemeldung in seinen Regionalnachrichten vom 20. Juli einen Kurzbericht über Trinkwasserversorgung von Frankfurt gesendet. Den Bericht können Sie sich hier ansehen:
 
SAT1-Regionalnachrichten: Trinkwasser für Frankfurt

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Hessenwasser künftig klimafreundlich unterwegs
 
Hessenwasser testet Elektro-Roller
 
(Frankfurt, 15. Juli 2010) „Der sieht ja flott aus!“ Wulf Abke, Geschäftsführer des regionalen Wasserversorgers Hessenwasser, ist angetan von dem Elektro-Roller, der den Fuhrpark seines Unternehmens für die kommenden Wochen als klimafreundliches Gefährt ergänzen wird. Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Mainova AG, sekundiert: “Der ist auch ganz flott und dabei klimafreundlich und leise.“ Alsheimer übergab dem Hessenwasser-Chef das Testfahrzeug im Wasserwerk Goldstein im Frankfurter Stadtwald.
 
„Wir wollen testen, wie sich der Roller bei den regelmäßig anfallenden Fahrten zwischen unseren Anlagen hier im Stadtwald bewährt. Auch bei Fahrten innerhalb größerer Wasserwerksanlagen kommt ein Einsatz in Frage“, erläutert Wulf Abke. „Das Konzept einer umweltfreundlichen Mobilität mit Elektrofahrzeugen passt zu uns als nachhaltigem Umweltunternehmen, und wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, diese Initiative zu unterstützen.“
 
Bei der Frankfurter Mainova wird das Thema Elektromobilität ganz groß geschrieben und so lässt es sich der Vorstandsvorsitzende nicht nehmen, die Botschaft für einen CO2-freien Individualverkehr persönlich zu verbreiten. „Elektromobilität ist eine viel versprechende Zukunftstechnologie. Sie kann uns unabhängiger von den begrenzten und klimaschädlichen fossilen Rohstoffen machen. Fahrzeuge ohne Feinstaub-Emissionen und mit leisen Motoren können zudem die Lebensqualität erheblich verbessern“, erklärt er bei der Fahrzeugübergabe.
 
 
Die Bereitstellung von Elektro-Rollern zu Testzwecken ist Teil eines umfangreichen Pilotprojekts der Mainova zur Elektromobilität in Frankfurt. Der Roller mit einer Spitzengeschwindigkeit von 45 km/h und einer Leistung von 3 kW (4 PS) hat mit einer Batterieladung eine Reichweite von circa 100 km und kann an jeder regulären Steckdose (220/230 Volt) aufgeladen werden. Weitere Informationen über die Elektro-Roller und das Projekt gibt es auf der Aktions-Homepage www.mobil-mit-e.de.

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10 Jahre gute Zusammenarbeit zwischen Wasserversorgung und Landwirtschaft
 
Positive Bilanz der ersten landwirtschaftlichen Kooperation im Main-Kinzig-Kreis zum Schutz des Grundwassers
 
(Groß-Gerau, 25.03.2010) Landwirtschaft und Wasserversorgung sind Partner in Birstein. „Die Zusammenarbeit hat sich bewährt“, resümiert Friedhelm Schneider, Vorsitzender des Hessischen Bauernverbandes. Er war vor zehn Jahren, damals noch als Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, bei der Erarbeitung der ersten Musterkooperationsvereinbarung zwischen Wasserversorgung und Landwirtschaft in Fischborn dabei.
 
Auch Wulf Abke, Geschäftsführer der Hessenwasser, die seit 2001 als Nachfolgerin der Mainova die Gewinnungsanlagen in Fischborn betreibt, zieht eine positive Bilanz der gemeinsamen Bemühungen. „Die langjährige Zusammenarbeit in der Kooperation hat viel zum Verständnis zwischen der Wasserversorgung und Landwirten hier in der Region beigetragen. Die Bemühungen zum Schutz des Trinkwassers waren erfolgreich“, so Abkes Fazit. Mit Blick auf die notwendigen Mittel, um eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu erzielen, sieht Abke jedoch skeptisch in die Zukunft. “Insgesamt haben wir in den letzten 10 Jahren rund 250.000 Euro ausgereicht, um Maßnahmen für eine Grundwasser schonende Bewirtschaftung in den Einzugsgebieten der Quellwassergewinnungen zu finanzieren“, so Abke. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Wasserpreise sei jedoch fraglich, ob die Kosten für Maßnahmen zum vorbeugenden Gewässerschutz zukünftig noch von den Kartellbehörden akzeptiert würden.
 
Hessenwasser stehe auch in Zukunft als Partner für die Landwirtschaft bereit, um gemeinsame Lösungen zum Interessenausgleich zwischen Gewässerschutz und Landwirtschaft zu finden. Es gelte aber die bestehenden Kooperationsmodelle weiter zu entwickeln, um den Anforderungen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie für einen flächendeckenden Gewässerschutz zu entsprechen. „Wir benötigen jedoch verbindliche Aussagen der Politik, wie zukünftig diese Maßnahmen finanziert werden sollen, damit auch künftige Generationen einwandfreies Trinkwasser aus dem Vogelsberg gewinnen können“, so die Forderung Abkes.

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Wasserpreisdebatte entgleist
 
Hessenwasser lenkt den Blick auf politische Verantwortung für die öffentliche Wasserversorgung
 
(Groß-Gerau, 18.03.2010) „Die Debatte um die Wasserpreise droht fachlich zu entgleisen“. Mit Blick auf die jüngsten Äußerungen des hessischen Wirtschaftministeriums zu „überdimensionierten Versorgungsnetzen“ mahnt Wulf Abke, Geschäftsführer der Hessenwasser, eine intensivere Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten der öffentlichen Trinkwasserversorgung im Rhein-Main Gebiet an.
 
„Planung und Dimensionierung von Trinkwasserleitungsnetzen sind entsprechend der Lebensdauer der Leitungen auf viele Jahrzehnte hin ausgelegt“, so Abke. „In den siebziger Jahren wiesen alle Prognosen auf einen weiter steigenden Wasserbedarf im Ballungsraum hin. Darauf basierten die Planungsvorgaben durch das Land und die Kommunen zum Ausbau der Versorgungsinfrastruktur.“ Den drastischen Rückgang des Wasserverbrauchs habe damals niemand vorhergesehen. Auch die von der Politik beförderte Wassersparkampagne, die seit den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Auslastung der vorhandenen Infrastruktur weiter verringert habe, sei seinerzeit noch nicht im Blick gewesen, so Abke weiter.
 
Den heutigen Betreibern von Versorgungsnetzen ein überdimensioniertes Netz vorzuwerfen, sei fachlich unsinnig und vor dem Hintergrund der von der Politik wesentlich mitbestimmten Rahmenbedingungen auch unredlich. Es solle bei der aktuellen Debatte nicht vergessen werden, dass die öffentliche Wasserversorgung eine Verantwortung hat für die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen und für die Leistungsfähigkeit und Zukunft der Wirtschaftsregion Rhein-Main. „Auch vor dem Hintergrund der zukünftigen Herausforderungen durch den Klimawandel ist es notwendig, der öffentlichen Wasserversorgung die notwendigen Spielräume für zukunftsorientierte Investitionen in die Infrastruktur zu erhalten“, führt Abke aus.
 
Die Hessenwasser GmbH & Co. KG ist eine Gemeinschaftsgesellschaft der Mainova AG, der HEAG Südhessische Energie AG (HSE) der ESWE Versorgungs AG und der Riedwerke Groß-Gerau. Das Unternehmen ist verantwortlich für die Trinkwasserbereitstellung für über 2 Millionen Menschen im Ballungsraum Rhein-Main.

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Integrierte Grundwasserbewirtschaftung ist aktiver Klimafolgenschutz

Hessenwasser: bundesweit beispielhafte Lösung

(Groß-Gerau, 07.12.2009) „Die großen globalen Herausforderungen verstellen manchmal den Blick auf die lokalen Erfolge“. Wulf Abke lenkt anlässlich der Klimakonferenz in Kopenhagen die Perspektive auf die Klimafolgen unmittelbar vor seiner Haustür. Abke ist als Geschäftsführer der Hessenwasser mit Sitz in Groß-Gerau nicht nur verantwortlich für die Trinkwasserversorgung von 2 Millionen Menschen im Rhein-Gebiet. Sein Unternehmen betreibt auch die Anlagen des Wasserverbands Hessisches Ried, einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, die im Hessischen Ried für eine nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung und die Bereitstellung von landwirtschaftlichem Beregnungswasser zuständig ist. „Die Gründung des Wasserverbands Hessisches Ried vor 30 Jahren war ein zukunftsweisender Schritt hin zu einer weitgehend klimaunabhängigen Bewirtschaftung des Grundwassers im Hessischen Ried. Die integrierte und nachhaltige Bewirtschaftung dieser für die Region und den Ballungsraum zentralen Ressource aus einer Hand ist ein Ansatz, der bundesweit als beispielhaft gelten darf“, so Abke. Die Nutzung des Grundwassers für die Wasserversorgung und die ökologische Grundwasseranreicherung durch die kommunal getragene Hessenwasser wird flankiert durch ein behördliches Regelwerk, das ebenfalls bundesweit seinesgleichen sucht: den Grundwasserbewirtschaftungsplan Hessisches Ried. Der Plan - 1999 verkündet und seitdem überwacht durch das Regierungspräsidium Darmstadt - regelt bis ins Einzelne die Höhe der Grundwasserstände an einer Vielzahl definierter Grundwassermessstellen. „Mit unseren technischen Anlagen und dem behördlichen Regelwerk sind wir bereits da, wo andere Regionen Deutschlands zur Abwehr der Folgen des Klimawandels noch Handlungsbedarf haben“, stellt Abke fest. Doch auch für Hessenwasser sind noch längst nicht alle Fragen des Klimawandels in der Region geklärt. Das Unternehmen engagiert sich gemeinsam mit der Hessischen Landesanstalt für Umwelt und Geologie sowie dem Darmstädter Ingenieurbüro BGS an einem Forschungsvorhaben des Bundes zur Abschätzung der Klimafolgen in der Region bis zum Jahr 2100. Das Engagement seines Unternehmens bei der Fortentwicklung von Anpassungsstrategien an den Klimawandel sei freilich auch eine wirtschaftliche Herausforderung, die insbesondere bei der Wasserpreisdebatte nicht genügend gewürdigt werden, meint Abke.

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