Umweltschutz ist nicht zum Nulltarif zu haben
Hessenwasser macht den Kostendruck durch das Wirtschaftsministerium verantwortlich für die Einstellung der Zuwässerung im Pfungstädter Moor
(Groß-Gerau, 05.10.2009) Hessenwasser macht den Kosten-druck, den das Hessische Wirtschaftsministerium auf die Was-serversorger ausübt, verantwortlich für die Einstellung der Be-wässerung des Pfungstädter Moors. Hessenwasser-Sprecher Hubert Schreiber moniert „widersprüchliche Signale der Lan-despolitik“. „Während im Umweltministerium die ökologischen Dienstleistungen, die Hessenwasser und der WHR im Rahmen der Grundwasserbewirtschaftung im Hessischen Ried erbrin-gen, durchaus gesehen und anerkannt werden, überzieht das Wirtschaftsministerium auch südhessische Wasserversorger mit Preisprüfungen und Kartellverfahren.“ Forderungen von bis zu 30 % niedrigeren Wasserpreisen stehen im Raum. Hessenwas-ser steht als Vorlieferant für die großen kommunalen Versorger ebenfalls unter Kostendruck. „Das Hessische Wirtschaftsminis-terium weigert sich beharrlich die Aufwendungen für den Um-welt- und Ressourcenschutz, die insbesondere bei Hessenwas-ser als regionaler Wasserbeschaffungsgesellschaft anfallen, als kostenrelevant für die Preisbildung anzuerkennen“, so Schrei-ber weiter. Daher sehe man sich gezwungen, die Finanzierung der Zuwässerung des Pfungstädter Moores, Kosten von immer-hin bis zu 80.000.- Euro pro Jahr, einzustellen. Doch gibt es für das Moor auch weiterhin Hoffnung. „Die Bewässerung des Moores wird betrieben über die Anlagen des WHR. Über den WHR ließe sich auch eine breitere Plattform für die Finanzie-rung dieser und anderer ökologischer Wasserdienstleistungen herstellen, wenn auch die anderen Beteiligten ihren solidari-schen Beitrag für den Schutz der Umwelt erbringen!“