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Stabile Verhältnisse im Pfungstädter Moor

Zuwässerung dämpft die Auswirkungen der Trockenphase

(Groß-Gerau, 14. November 2007) Angesichts des verregneten Som-mers in diesem Jahr, mag man es kaum glauben, doch 2007 war für die Grundwasserneubildung im mittleren Hessischen Ried eher ein durchschnittliches Jahr. Dennoch bedeutet es das vorläufige Ende der seit dem Jahrhundertsommmer des Jahres 2003 andauernden Trockenphase, so lautet jedenfalls die Diagnose der Experten. Die bis 2006 witterungsbedingt fallenden Grundwasserstände waren für na-türliche Feuchtbiotope, wie das Pfungstädter Moor, eine Bedrohung der Artenvielfalt. Die negativen Auswirkungen des klimatischen Wechsels für das Moor werden im Rahmen des Projektes „Wieder-vernässung des Pfungstädter Moores“, das die Stadt Pfungstadt ge-meinsam mit Hessenwasser initiiert hat, durch die gezielte Versicke-rung von aufbereitetem Oberflächenwasser gedämpft.

Der Wasserverband Hessisches Ried (WHR) liefert das dafür not-wendige Wasser aus seiner Aufbereitungsanlage in Biebesheim. Seit 2003 wurden insgesamt über eine Million Kubikmeter aufbereitetes Oberflächenwasser über offene Grabensysteme zur Erhaltung des sensiblen Biotops zugewässert. Seit 2006 steigen die Grundwasser-stände im Moor wieder. Die Kosten für diese Maßnahme in Höhe von bis zu 75.000 Euro jährlich, trägt die Hessenwasser als Sponsor des Projektes. Hessenwasser hat in 2005 die Geschäftsführung des WHR übernommen.

Das im Auftrag der Hessenwasser durchgeführte regelmäßige Moni-toring sowie Untersuchungen der Hessischen Gesellschaft für Orni-thologie und Naturschutz konnten zeigen, dass sich im Einflussbe-reich der Zuwässerung die positive Entwicklung der Flora und Fauna trotz der widrigen klimatischen Randbedingungen verstetigt hat. Der aktuelle Stand des Projektes wurde jetzt in einer gemeinsamen Ar-beitsgruppensitzung der Stadt Pfungstadt und Hessenwasser festge-stellt. Zwar schrumpfen in Trockenjahren zeitweise die offenen Was-serflächen, sie bleiben Dank der Zuwässerung aber anders als früher erhalten. Sie bilden wertvolle Rückzugsräume, von denen aus sich in klimatischen Nassperioden die feuchteliebenden Arten wieder aus-breiten können. Auch besonders wertvolle Brutvogelarten, wie zum Beispiel das Blaukehlchen, die Rohrweihe und der Schwarzmilan, wurden im Lebensraum Pfungstädter Moor nachgewiesen.

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