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125 Jahre Wasserversorgung aus dem Hessischen Ried

Hessenwasser würdigt das Jubiläum des Wasserwerks Eschollbrücken mit einer Festschrift

(Groß-Gerau) Am 1. Dezember 1880 feierten die Bürger der Haupt- und Residenzstadt von Hessen-Darmstadt die Inbetriebnahme des Pumpwerks im Griesheimer Eichwäldchen, wie das Wasserwerk in Pfungstadt-Eschollbrücken damals noch hieß. Darmstadt reihte sich damit ein in den noch überschaubaren Kreis der Städte des Deutschen Reiches, deren Einwohner mit einer zentralen Wasserversorgung nicht nur den Anschluss an eine Wasserleitung, sondern auch an moderne Zeiten fanden.

Denn das, was uns allen heute selbstverständlich erscheint: überall und zu jeder Zeit, in beliebiger Menge und hervorragender Qualität Trinkwasser zu einem günstigen Preis aus dem Zapfhahn entnehmen zu können, war um die Mitte des 19. Jahrhunderts meist noch Theorie.

In vielen Sommern war der Mangel an Wasser, sowohl der Menge als auch der Qualität nach, ein wirkliches Problem, eine „Lebensfrage Darmstadts“, wie es in einer Denkschrift aus dem Jahre 1871 auf eine Formel gebracht wurde.

Die Hessenwasser GmbH & Co. KG, als heutige Betreiberin des Wasserwerks Eschollbrücken, würdigt den 125. Geburtstag dieser für Darmstadt und die Region so wichtigen Errungenschaft des technischen und hygienischen Fortschritts in einer ausführlichen Festschrift. „Die Geschichte dieses Wasserwerks ist schon etwas Besonderes“, erläutert Wulf Abke, Geschäftsführer der Hessenwasser. „Mit dieser Anlage wurde das Fundament für die Grundwassergewinnung aus dem Hessischen Ried im Dienste der öffentlichen Trinkwasserversorgung gelegt. Diese Entscheidung unserer Vorväter sichert nach wie vor die Wasserversorgung in Südhessen und unterstützt sie im Rhein-Main-Gebiet. Aufgrund der Grundwasser-bewirtschaftung im Ried ist dies seit langem schon ökologisch verträglich gestaltet.“

Albert Filbert, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Hessenwasser und als Vorstandsvorsitzender der HSE verantwortlich für die Belieferung der Endverbraucher mit dem Trinkwasser aus Eschollbrücken, ergänzt: „Als wir in 2001 als Mitbegründer der Hessenwasser unsere Trinkwasseranlagen, so auch das Wasserwerk Eschollbrücken, in den Regionalverbund eingebracht haben, war dies ein zukunftsweisender Schritt zur Neuordnung der Wasserversorgung im Rhein-Main-Gebiet und Südhessen. Das Wasserwerk Eschollbrücken ist heute unverzichtbarer Bestandteil des Hessenwasser-Verbundsystems, das für Versorgungssicherheit und einwandfreies Trinkwasser steht. Damit bewahren wir das, was unsere Vorfahren geschaffen haben und schreiben es fort für die Zukunft.“

 

Die Festschrift „125 Jahre Wasserwerk Eschollbrücken“ ist für € 19,90 im Buchhandel oder in den Entega–Servicepoints in Darmstadt oder Heppenheim erhältlich.

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