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Pressemeldung 05-04-26

Hessenwasser und Landwirte unterzeichnen freiwillige Kooperation zum Schutz des Grundwassers

Die Zusammenarbeit zum Schutz des Grundwassers in den Wasserschutzgebieten Eschollbrücken und Pfungstadt erhält durch die Unterzeichnung einer Rahmenkooperationsvereinbarung eine verbindliche Grundlage.

(Groß-Gerau). „Rahmenkooperationsvereinbarung zur grundwasserschutzorientierten Landbewirtschaftung in den Wasserschutzgebieten Eschollbrücken und Pfungstadt“, so lautet der etwas sperrige Originaltitel des Schriftstückes, das heute im Kompetenzzentrum der Hessenwasser in Groß-Gerau -Dornheim unterzeichnet wurde.

Der Name ist Programm und dies wird schon seit einiger Zeit von den Beteiligten mit Leben erfüllt. Bereits in 2002 wurde von der Hessenwasser ein Beratungsprojekt gestartet, das von der Agraringenieurin Judith Grimm, die eigens für dieses Projekt von Hessenwasser eingestellt wurde, betreut wird. Gemeinsam mit den Landwirten wurden in einem Arbeitskreis die Inhalte der Vereinbarung entwickelt, die heute im Rahmen einer Feierstunde unterzeichnet wurde.

Der Vereinbarung darf wohl zu Recht eine stabile Zukunft voraus gesagt werden, ruht sie doch auf einem breiten Konsens aller Partner in der Region.

Neben den Ortslandwirten als den eigentlichen Vertragspart-nern der Hessenwasser, wird die Vereinbarung durch das Regierungspräsidium Darmstadt unterstützt, das intensiv an der Erarbeitung beteiligt war. Die Zustimmung seitens der Behörde wird mit der Unterzeichnung durch den Leiter der Abteilung „Staatliches Umweltamt Darmstadt“, Herrn Dr. Joachim Grebe dokumentiert. Auch der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Starkenburg, Walter B. Schütz und der Verbandsdirektor des Hessischen Gärtnereiverbandes, Hans-Georg Paulus, unterstreichen mit ihrer Unterschrift die Bedeutung einer konstruktiven Zusammenarbeit.

Unterstützt wird das Kooperationsprojekt weiterhin durch die Kommunen Griesheim, Pfungstadt und Darmstadt, deren Vertreter, u.a. die Bürgermeister Leber (Griesheim) und Baier (Pfungstadt), ebenfalls die Vereinbarung gegenzeichnen.

Aus Sicht des Grundwasserschutzes kommt der Vereinbarung eine erhebliche Bedeutung zu, denn die Wasserwerke Eschollbrücken und Pfungstadt im Hessischen Ried gehören zu den tragenden Säulen der Hessenwasser. Gleichzeitig bietet das Gebiet optimale Bedingungen für die Landwirtschaft. Gerade der hier verbreitete intensive Sonderkulturbau stellt besondere Anforderungen an den vorbeugenden Gewässerschutz.

In der Kooperation zwischen der Hessenwasser und der Landwirtschaft gewinnen nach Aussage von Arnd Allendorf, bei Hessenwasser zuständig für Ressourcenschutz und Umweltsicherung, beide Partner. Durch eine exakte Dosierung der Nährstoffzufuhr, verbunden mit Untersuchungen des Nährstoffgehaltes der Böden und einer intensiven landwirtschaftliche Beratung durch die Hessenwasser, können die Landwirte Bewirtschaftungskosten einsparen und das Grundwasser wird geschont.

„Nur wenn Landwirtschaft und Wasserwirtschaft gemeinsam an einem Strang ziehen, kann der langfristige Schutz des Grundwassers gewährleistet werden“, so der Geschäftsführer der Hessenwasser, Wulf Abke.

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