RTL-Hessen berichtet über die Auswirkungen des trocknen Winterhalbjahrs

Schon seit Juli letzten Jahres hat es vor allem in Südhessen viel weniger geregnet als im langjährigen Mittel. Dies hat deutliche Auswirkungen auf die Quellwasserversorgungen in Spessart, Taunus und Odenwald. Hat dies auch Folgen für die Wasserversorgung des Ballungsraums Rhein-Main? RTL-Hessen hat nachgefragt und war auch in der Rheinwasseraufbereitungsanlage in Biebesheim.

Durch den extrem trockenen Winter ist in vielen Regionen Deutschlands die in dieser Jahreszeit übliche Grundwasserneubildung ausgebleiben. Die Folge: Sinkende Grundwasserstände und geringe Quellwasserschüttungen. Letzteres ist in vielen Kommunen in den südhessischen Mittelgebirgen ein Problem, denn dort ist die Nutzung von Quellwasser häufig ein wichtiges Standbein der lokalen Wasserversorgung. Auch Hessenwasser betreibt im Spessart Quellwassergewinnungen, deren Wasser bereits seit 1875 für die Versorgung Frankfurts genutzt wird. Seit Beginn des Jahres ist die Schüttung dieser Quellen um bis zu 70% zurückgegangen.

Der Mangel an Quellwasser für Frankfurt wird ausgeglichen durch eine erhöhte Förderung der Wasserwerke im Frankfurter Stadtwald. Dies ist ohne Schäden für die Natur möglich durch die Bewirtschaftung des Grundwassers mit aufbereitetem Mainwasser, das im Wald vor den Trinkwasserbrunnen versickert wird.

Hessenwasser sorgt über den regionalen Leitungsverbund auch für den Ausgleich des fehlenden Dargebots in den Taunus-Kommunen. Das Defizit wird ausgeglichen durch eine erhöhte Förderung aus den infiltrationsgestützten Wasserwerken im Hessischen Ried.

Weitere Gesprächspartner zum Thema Dürre und Wasserversorgung sind Dr. Gerhard Bramer von der Hessischen Landesanstalt für Umwelt und Thomas Norgall vom BUND-Hessen.

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