Infiltrationsanlage im Lorscher Wald feierlich in Betrieb genommen

Am 18. Mai 2017 wurde die Infiltrationsanlage Lorscher Wald nach etwa zwei Jahren Bauzeit feierlich in Betrieb genommen. Sie dient dazu, im Wasserwerk Biebesheim zu Trinkwasserqualität aufbereitetes Rheinwasser zu versickern und so zum Grundwassermanagement beizutragen. Dank der neuen Anlage können nun die bewilligten Fördermengen für das Wasserwerk Jägersburger Wald des Wasserbeschaffungsverbands Riedgruppe Ost bei Bedarf ausgeschöpft werden. „Die Inbetriebnahme kommt für den steigenden Wasserbedarf in Region und Ballungsraum zur rechten Zeit„, sagte Ingo Bettels, der Verbandsdirektor des WBV Riedgruppe Ost, bei der Einweihungsfeier im Museumszentrum Lorsch und spielte damit auf die niedrigen Grundwasserstände nach dem trockenen Winterhalbjahr an.

Welch große Bedeutung die Infiltrationsanlage hat, hoben Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid, Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser sowie Hessenwasser-Geschäftsführerin und WHR-Verbandsvorsteherin Elisabeth Jreisat in ihren Reden anlässlich der Einweihung hervor. Eine nachhaltige Wassergewinnung sei in Anbetracht der Tatsache, dass "der Klimawandel und die demographische Entwicklung auch zukünftig verstärkt Auswirkungen auf die Ressource Grundwasser haben wird" von großer Bedeutung, erklärte Tappeser und Regierungspräsidentin Lindscheid sagte: „Der Betrieb dieser Anlage war eine wichtige Voraussetzung für die im aktuellen Wasserrechtsbescheid zugeteilten Fördermengen für das Wasserwerk Jägersburger Wald„. WHR-Verbandsvorsteherin Jreisat verwies auf die gute Zusammenarbeit von Wasserversorgung und Land im Rahmen des WHR. „Die Errichtung der Anlage 'Lorscher Wald' wurde erst möglich durch die finanzielle Unterstützung des Landes Hessen„. Das Land hat den Bau mit etwa 5,6 Millionen Euro gefördert. Insgesamt betrugen die Investitionskosten für die etwa fünf Kilometer langen Wasserleitungen (DN800), zwei Düker, 15 Infiltrationsbrunnen und fünf Steuerungsbauwerke 12,2 Millionen Euro.

 

Projekt-Broschüre "Infiltrationsanlage Lorscher Wald"

  • WHR-Pressemitteilung