Das Spitzenlastereignis 2015 im Versorgungsgebiet der Hessenwasser

Versorgungsinfrastruktur und Lastmanagement müssen auf Spitzenlastereignisse in einem heißen und trockenen Sommer ausgerichtet sein. Wertvolle Erkenntnisse über die Leistungsfähigkeit aber auch den Optimierungsbedarf des Hessenwasser-Versorgungsverbunds lieferte der Sommer 2015. In einem aktuellen Fachartikel im gwf wasser | abwasser wird die Situation detailliert analysiert.

Der Sommer 2015 war für die Trinkwasserversorgung in Südhessen das erste ausgeprägte Spitzenlastereignis seit 2003. Die Bedarfszahlen in extremen Trockenjahren und speziell in ausgeprägten Hitzewellen in den Sommermonaten sind maßgeblich für die Planung und Bemessung der Anlagen, die Kapazitäts-Vorhaltung und die Grundwasserbewirtschaftung. Der Wasserbedarf im Versorgungsgebiet der Hessenwasser GmbH & Co. KG erreichte am 3. Juli 2015 praktisch exakt den im Regionalen Wasserbedarfsnachweis hierfür ausgewiesenen Planwert. Die vollständige Abdeckung dieser Bedarfsspitze belegte einerseits die Belastbarkeit des Versorgungskonzepts und des Leitungsverbundsystems, andererseits zeigte das Ereignis aber auch die Kapazitätsgrenzen und Versorgungsrisiken auf und bestätigte damit die Notwendigkeit der in den einschlägigen Studien ausgewiesenen Maßnahmenkataloge.